Es ist immer das Gleiche. Schwupps, ab in den Transportkorb und ab dafür.
Bäume rasen an meinem vergitterten Blick vorbei. Ich bin kuhl. So langsam ist es Alltag.
Die Tierärztinnen rufen immer „ Lillie“ und dann gucken wir beide zur Tür.
Ein kleiner gedrungener Hund mit Fledermausohren und Dalmatiner Fell guckte spannend in meine Box.
Warum sind Katzen in der Box und Hunde nicht?
Dieser Hund konnte spannend sein Herrchen hypnotisieren. Ich hab es aufgegeben. Was ich zurückbekomme, ist ein mittleidiger Blick von oben und den Satz: „ Das ist nicht schlimm, wir wollen nur mal in deine Schnute gucken“.
Ja, das ist mir klar. In der Bibel steht: Du sollst nicht lügen!
Das letzte Mal bin ich aufgewacht und hatte im Oberkiefer keine Zähne mehr.
Eine Woche hab ich mich erholen müssen von dieser Aktion.
Meine Freundin sagt, dass ich eine ewige Baustelle bin und sicherlich ein Pschyrembel (Medizinisches Fachbuch mit gefühlten Millionen Krankheitsbildern) nach mir benannt werden muss.
Autsch, nun hab ich Rücken. Eine Arthritis in der Wirbelsäule.
( http://www.kummerkatze.de/fachbeitrage/medizinisches-training/degenerative-gelenkserkrankungen-bei-der-katze-3864/ )
Ich weiß nicht, wovon sie reden.
Meine Freundin hat mir eine Rotlichtlampe über mein Oma Sofa gehangen und das ist fast ein bisschen wie Sommer.
Meine Freundin sagt, dass wir so langsam „Eins“ sind. Zwillinge im Geiste und in den Knochen.
Wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen auf meinen Tisch draußen auf die Terrasse scheinen, dann werde ich hinausgehen.
Ich werde die Vögel begrüßen und die Knospen an den Bäumen beobachten.
Das werde ich tun…
Der Fledermaushund mit der verbeulten Nase hieß übrigens Lillyfee.
Meine Erkenntnis: Jeder Tag hat seine schönen Augenblicke. Genießen wir sie ♥